Patienten-Hotline

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Kontakt

RINECKER PROTON THERAPY CENTER
Franz-von-Rinecker Straße (Haupteingang)

Schäftlarnstraße 133 (Postadresse)

81371 München

Postfach:
Postfach 75 08 19
81338 München

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Über uns

Das RINECKER PROTON THERAPY CENTER

Mit dem RINECKER PROTON THERAPY CENTER in München (RPTC) wurde die erste vollklinische Protonen-Bestrahlungsanlage in Europa verwirklicht. Sie ist auf Initiative des Münchner Chirurgen PD Dr. med. Dr. habil. Hans Rinecker entstanden und wird in den nächsten Jahren um weitere Zentren in anderen Städten und Ländern ergänzt.

Das RINECKER PROTON THERAPY CENTER ist seit März 2009 in Betrieb und auf die Behandlung von jährlich bis zu 4.000 Patienten ausgelegt. Es steht sowohl gesetzlich als auch privat versicherten Patienten zur Verfügung.

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Definition des Bestrahlungsziels

Definition des Betrahlungsziels

Zweites Arztgespräch

Nach der Staging-Untersuchung ist Ihr betreuender Arzt über die Ausbreitung des Tumors und eventuelle Metastasen informiert. Daraus ergibt sich das Ziel bzw. die Ziele der Protonenbestrahlung, die Ihnen der Arzt im zweiten Gespräch erläutern wird. Dabei wird er bei Bedarf auch auf die Meinungsbildung im Tumorboard der Spezialisten zurückgreifen, das Ihren Fall ausführlich diskutiert hat. In Einzelfällen muss die nähere Umgebung des Tumors noch weiteren Untersuchungen unterzogen werden. Die dabei angewandten Verfahren umfassen Endoskopie, Sonografie (Ultraschall) sowie Angiografie im Kernspintomografen oder im Computertomografen. Alle Einrichtungen dafür sind im RPTC vorhanden.

Immobilisation

Anders als die Röntgenbestrahlung arbeitet die Protonenbestrahlung mit äußerster Präzision in allen drei Raumdimensionen. Die Strahlen sind so genau, dass sie in kritischen Zonen des Körpers – wie dem Gehirn – mit Abweichungen von weniger als 1 Millimeter gezielt werden können. Natürlich muss dazu das Bestrahlungsgerät exakt auf das definierte Zielgebiet eingestellt werden, was mit erheblichem Aufwand verbunden ist.
 
Die wichtigste Voraussetzung: Bei der Zieldefinition und später bei der Bestrahlung muss der Patient in der exakt gleichen Position sein. Deshalb werden Sie zuvor immobilisiert, in der Regel mittels einer Konturmatratze. Sie besteht aus einer luftdichten, mit kleinen Styroporkügelchen gefüllten Plastikfolie, die dann leergepumpt wird – ähnlich wie eine Vakuumpackung mit Erdnüssen. Die Kügelchen passen sich dabei der Kontur des Körpers an und das Vakuum hält diese unverrückbar an ihrem Platz. Zusätzlich wird der Körper mit einer ebenfalls entlüfteten Ansaugfolie in der Matratze fixiert. Dieses Bett bleibt während der gesamten Behandlungsdauer für Sie persönlich reserviert.
 
Für Bestrahlungen im Schädelbereich wird wie beim Zahnarzt ein Oberkieferabdruck angefertigt. Damit lässt sich der Kopf so exakt fixieren, dass nur wenige zusätzliche Abstützungen notwendig sind. Das Zielen bei der Augenbestrahlung erfordert dagegen einen größeren technischen Aufwand (siehe unter „Antworten auf häufige Fragen”).

Narkose

In manchen Fällen werden Diagnostik und Bestrahlung in Sedierung (Dämmerschlaf) durchgeführt – etwa bei Kindern, denen das Stillhalten meist schwerfällt.
 
Bei Tumoren der Lunge und der Leber spielen außerdem Atembewegungen eine erhebliche Rolle. Hier wird während der Vollnarkose die Lunge in einen kontrolliert geblähten Zustand gebracht, der eine exakte Erfassung des Tumors erlaubt. Ein Sauerstoffmangel tritt nicht auf.
 
Weiterführende Informationen finden Sie im PDF-Dokument „Prozessunterstützung durch Anästhesieverfahren“, welches Sie hier downloaden können.

Das Tumor-Targeting

Das Tumor-Targeting (Zielplanung) wird immer mit einem Computertomografen durchgeführt. Er strahlt jetzt aber nicht mehr über den ganzen Körper hinweg, sondern röntgt mit höchster Präzision zum Beispiel zwei Millimeter dicke Schichten. Diese Bilder werden dreidimensional als Datensatz gespeichert und bearbeitet. Sollte ein Kernspingerät den Tumor besser abbilden, so werden die Kernspinbilder den CT-Bildern elektronisch überlagert. Gegebenenfalls werden zusätzlich auch die Bilder aus dem PET-Scan eingespielt.
 
Unmittelbar nach Abschluss der Diagnostik legen die Ärzte das Zielgebiet und die Zugangswege der Bestrahlung fest. Bei sehr kleinen Tumoren, etwa am Auge oder am Hirnstamm, kommen statt des dreidimensionalen Bestreichens dünnste Strahlen zum Einsatz, die mittels Schablonen dem Tumorzielgebiet angepasst werden.
 
Nach dem Tumor-Targeting benötigen unsere Medizin-Physiker sowie unsere Strahlentherapeuten einige weitere Tage zur Therapieplanung und Vorbereitung.
 
Unser Patientenmanagement informiert Sie umgehend, sobald mit der Therapie begonnen werden kann und stimmt das weitere Prozedere mit Ihnen ab.

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