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RINECKER PROTON THERAPY CENTER
Franz-von-Rinecker Straße (Haupteingang)

Schäftlarnstraße 133 (Postadresse)

81371 München

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81338 München

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Über uns

Das RINECKER PROTON THERAPY CENTER

Mit dem RINECKER PROTON THERAPY CENTER in München (RPTC) wurde die erste vollklinische Protonen-Bestrahlungsanlage in Europa verwirklicht. Sie ist auf Initiative des Münchner Chirurgen PD Dr. med. Dr. habil. Hans Rinecker entstanden und wird in den nächsten Jahren um weitere Zentren in anderen Städten und Ländern ergänzt.

Das RINECKER PROTON THERAPY CENTER ist seit März 2009 in Betrieb und auf die Behandlung von jährlich bis zu 4.000 Patienten ausgelegt. Es steht sowohl gesetzlich als auch privat versicherten Patienten zur Verfügung.

Haben Sie Fragen? +49 (0) 800/ 660 68 00

Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen

Fragen zu Anmeldung, Kosten, Voruntersuchungen, Behandlungsdauer, Ablauf und der Therapie:

Wie melde ich mich an?

Alles Wissenswerte dazu erfahren Sie unter Anmeldung zur Protonentherapie.

Kann ich nicht einfach mit meinen Unterlagen für ein Arztgespräch ins RPTC kommen?

Unser oberstes Ziel ist es, so vielen Patienten wie möglich zu helfen. Bei Behandlungskapazitäten von 4000 Patienten pro Jahr sind eine optimierte Organisation und die entsprechende Planung dazu, ausgesprochen wichtig. Das Sichten der jeweiligen Patienten-Unterlagen ist meist sehr aufwendig und bedarf seiner Zeit. Viele Fälle werden im Tumorboard gemeinsam besprochen und geprüft. In die Sprechstunde werden ausschließlich Patienten eingeladen, die für eine Protonentherapie voraussichtlich in Frage kommen.

Kann ich ihr Anmeldeformular auch im Internet herunterladen?

Der persönliche Kontakt zu unseren Patienten ist uns sehr wichtig. Auch sind der Behandlungsablauf und die Reihenfolge der eingehenden Anfragen so von Anfang an dokumentiert. Wir haben uns daher bewusst dagegen entschieden. Wir bitten diesbezüglich um Ihr Verständnis.

Wie komme ich an die ärztlichen Befunde, die ich einsenden soll?

In der Regel erhalten Sie alle Befunde über Ihren Hausarzt. Dieser kann Befunde auch für Sie anfordern.

Die ärztlichen Unterlagen werden nicht ausgehändigt, was soll ich tun?

Bitte wenden Sie sich an Ihren Hausarzt. Dieser kann Befunde jederzeit für Sie anfordern. Sollten Sie wider Erwarten nicht erfolgreich sein, wenden Sie sich bitte an unser Patientenmanagement. Unsere Mitarbeiter werden gerne versuchen, Sie zu unterstützen.

Brauche ich für eine Protonenbestrahlung im RPTC eine ärztliche Überweisung?

Grundsätzlich nein. Bitte stimmen Sie sich diesbezüglich mit dem Patientenmanagement bei der Terminvereinbarung zur ersten Sprechstunde ab.

Ist die Protonentherapie Privatpatienten vorbehalten?

Nein. Die Protonentherapie steht grundsätzlich sowohl gesetzlich als auch privat versicherten Patienten offen.

Übernimmt meine Krankenkasse, die Kosten für eine Protonentherapie?

Alle Informationen dazu entnehmen Sie bitte dem Punkt Kostenübernahme.

Was muss ich zum Erstgespräch mitbringen?

Alle Informationen dazu entnehmen Sie bitte dem Punkt Aufnahmeformalitäten.

Wie lange dauert das Erstgespräch und was wird gemacht?

Das Erstgespräch dauert in etwa ½ Stunde. Neben der Anamnese und einer körperlichen Untersuchung bespricht der Arzt mit Ihnen die Krankheitssituation und Behandlungsmöglichkeiten.

Lässt sich das Arztgespräch schon mit den Voruntersuchungen kombinieren?

Sofern die Kosten zu diesem Zeitpunkt bereits gesichert sind und die Frage nach einer Protonenbestrahlung seitens des RPTC grundsätzlich positiv beantwortet werden kann, können oft bereits im Anschluss weitere Voruntersuchungen durchgeführt werden.

Muss der Patient persönlich zum Arztgespräch erscheinen?

Prinzipiell sollte der Patient persönlich erscheinen. Sollten in Ihrem Fall besonders schwere Bedingungen vorliegen, besprechen Sie dies bitte mit den Mitarbeitern des Patientenmanagements.


Wie lange dauert es, bis mit einer Therapie/Bestrahlung begonnen werden kann?

Dies ist von vielen verschiedenen Kriterien wie der allgemeinen Patientennachfrage, Eingangsdatum der Anmeldung, Dringlichkeit (Kinder werden z.B. bevorzugt) sowie der Kostensicherung abhängig und kann individuell sehr unterschiedlich sein. In der Regel ca. zwei bis drei Wochen.

Wie viel Zeit vergeht zwischen dem ersten Arztgespräch und dem eigentlichen Behandlungsbeginn?

Das ist individuell verschieden und hängt vom jeweiligen Kostenträger ab. In der Regel ist mit ca. 1 Woche zu rechnen.

Muss ich nüchtern zu den Diagnostik-Terminen erscheinen? Muss ich meine Medikamente absetzen?

In der Regel müssen Sie nicht nüchtern sein und auch keine Medikamente absetzen. Bei bestimmten Tumoren wie z.B. im Bereich Gallengänge, des Pankreas oder Blase kann es erforderlich sein oder bei bestimmten Untersuchungen wie z.B. PET-CT mit Kontrastmittel FDG ist es erforderlich, dass Sie nüchtern sind. Bitte fragen Sie bei der Terminvereinbarung im Patientenmanagement nach.


Muss ich nüchtern zu den Bestrahlungs-Terminen erscheinen?

Nur Narkosepatienten müssen nüchtern zum Bestrahlungstermin erscheinen.


Wie lange ist die Behandlungsdauer / Wie viele Bestrahlungssitzungen sind erforderlich?

Die Behandlungsdauer, gegeben durch die Zahl der täglichen Bestrahlungssitzungen, ist jeweils individuell und abhängig vom jeweiligen Tumor und der Tumorlokalisation. Nähere Informationen finden Sie im Menü unter Therapieablauf und Bestrahlungssitzung.

Muss ich meine Medikamente absetzen?

Medikamente müssen in der Regel nicht abgesetzt werden.

Fragen zu „Was ist mit der Protonentherapie behandelbar? Ist meine Diagnose behandelbar? Macht es Sinn, sich anzumelden?“

Können mit der Protonentherapie nur ganz bestimmte Krebsarten behandelt werden?

Die Protonentherapie kann nicht nur bei speziellen Krebsarten eingesetzt werden, sondern mindestens immer dann, wenn auch eine Röntgentherapie indiziert wäre. Darüber hinaus ist die Protonentherapie auch für Tumoren geeignet, die bislang einer Bestrahlung nicht zugänglich waren, weil sie zu nah an lebenswichtigen gesunden Organen lagen.

Wie erfahre ich, ob sich meine Diagnose mit Protonen bestrahlen lässt?

Prinzipiell kann jeder Tumor, der mit der konventionellen Strahlentherapie mit Röntgen bestrahlt werden kann, auch mit Protonen bestrahlt werden. Darüber hinaus ist die Protonentherapie auch für Tumoren geeignet, die bislang einer Bestrahlung nicht zugänglich waren, weil sie zu nah an lebenswichtigen gesunden Organen lagen. Näheres finden Sie im Behandlungsspektrum sowie in der Liste der am RPTC bereits behandelten Tumoren. Ob jedoch in Ihrem speziellen Fall eine Indikation zur Bestrahlung mit Protonen vorliegt, kann nur der Strahlentherapeut mit der Fachkunde Protonentherapie an Hand Ihrer bereits vorliegenden Befunde und Bilder entscheiden.

Mein behandelnder Arzt / die Klinik rät von einer Protonen-Behandlung ab. Kann ich mich trotzdem beim RPTC bewerben?

Ja. Ob eine Indikation zur Protonentherapie vorliegt kann nur der Strahlentherapeut mit der Fachkunde Protonentherapie beurteilen. Nach Möglichkeit sollte Ihr betreuender Arzt auf dem Anmeldebogen im dafür vorgesehenen Bereich jedoch vermerken, ob der Tumor zu Behandlung mit einer strahlentherapeutischen Methode grundsätzlich geeignet scheint.

Ich bin bereits mit Photonen (konventioneller Strahlentherapie / Röntgen) behandelt worden. Kann ich trotzdem noch mit der Protonentherapie behandelt werden?

Dies ist prinzipiell möglich. Dazu bedarf es aber einer Einzelfallentscheidung durch den Strahlentherapeuten mit der Fachkunde Protonentherapie. Eine solche Entscheidung kann erst nach Sichtung Ihrer Unterlagen erfolgen.

Kann man auch Protonenbestrahlung bekommen, wenn der Tumor noch nicht untersucht wurde?

Es muss zumindest ein Histologischer Befund (Gewebeuntersuchung) vorliegen.

Welche Vorerkrankungen führen zu einem Ausschluss der Protonentherapie?

Diese Frage nach den eher seltenen Ausschlusskriterien kann leider nicht pauschal beantwortet werden. Eine Entscheidung ergibt sich oft erst bei der Sichtung Ihrer Unterlagen.

Können Prothesen, Stents oder Herzschrittmacher problematisch werden?

Ja, diese können teilweise ein Hinderungsgrund sein. Bitte geben Sie dies bei der Anmeldung und bei Terminvereinbarungen unbedingt an. Hier ist der Einzelfall jeweils zu prüfen.

Ist die Protonentherapie erfolgreich bei der Behandlung von Metastasen oder gibt es Einschränkungen hinsichtlich Anzahl oder Vorbehandlungen?

Es können einzelne Metastasen bestrahlt werden (siehe Behandlungsspektrum). Bei multipler Metastasierung ist eine Behandlung mit der Protonentherapie im Regelfall auszuschließen.

Sind bewegliche Organe für eine Hochpräzisionsbestrahlung wie die Protonenbestrahlung geeignet?

Organbewegungen sind ein grundsätzliches Problem bei der Bestrahlung, nicht nur bei der Protonentherapie, da sie immer dazu führen, dass man ein größeres Planungsvolumen – d. h. einen größeren Sicherheitssaum um den Tumor – verwenden muss. Das bessere Nutzstrahlungs-/Schadensstrahlungsverhältnis bei Protonen zugunsten des gesunden Gewebes außerhalb dieses Planungsvolumens bleibt natürlich bestehen.

Um bewegliche Organe mit hoher Sicherheit in der immer gleichen Lage bestrahlen und somit geringere Sicherheitssäume verwenden zu können, gibt es mehrere mit Erfolg in der Röntgen- und Protonenstrahlentherapie eingesetzte Verfahren: Bei der Prostata ist dies z. B. die Verwendung eines Rektalballons, der die Prostata in eine bestimmte vordefinierte Position bringt, oder die Markierung der Prostata mit Goldkügelchen, die in einer vor jeder Bestrahlung durchgeführten Röntgenpositionskontrolle in der gewünschten Lage einjustiert werden. Bei einem dritten Verfahren wird die relative Lage der Prostata im Körper vor jeder Bestrahlung mithilfe einer stereotaktischen Ultraschalluntersuchung bestimmt. Für die “Fixierung” atemverschieblicher Organe, z. B. Lunge oder Leber, gibt es zwei Möglichkeiten. Die eine ist das sogenannte Atemgating. Hier wird die Atemexkursion (Grad der Lungenblähung) gemessen und der Strahl nur während der richtigen Atemposition freigegeben. Ein zweites Verfahren ist die Bestrahlung bei Apnoe, das hier am RPTC angewendet wird, d. h. es wird der narkotisierte Patient während eines kurzen Atemstopps in genau definierter Position bestrahlt.

Kann die Protonentherapie beim Mamma-Carcinom eine Operation ersetzen oder als Nachbestrahlung anstelle der Bestrahlung mit Röntgen eingesetzt werden?

Nein, der Tumor soll zunächst chirurgisch entfernt werden. Die bewegliche Brust kann überdies derzeit noch nicht mit der Protonentherapie nachbehandelt werden. Details dazu finden Sie im Behandlungsspektrum.

Ist die Protonentherapie auch bei erhöhten PSA-Werten nach erfolgter Prostatektomie anwendbar?

Ja, in der Regel ist die Protonentherapie auch nach erfolgter Prostatektomie anwendbar, bei Rezidiven oder Metastasen.

Ist die Bestrahlung von Tumoren am Auge möglich?

Ja. Bösartige Tumoren am Auge sind bereits seit Jahren eine Domäne der Protonenbestrahlung, denn nur sie kann direkt im Tumor gestoppt werden. Die weiter reichende Röntgenstrahlung würde zu Schäden an den dahinter liegenden Sehnerven und Hirnregionen führen.
 
Am RPTC wird ein technisch fortgeschrittenes Verfahren eingesetzt: Zunächst wird der Tumor per Kernspintomografie lokalisiert. Dazu werden – bei örtlicher Betäubung – im Bereich der Bindehautsäcke drei Miniclips gesetzt, die sich im Kernspingerät abbilden. Auf diese Weise erhält man eine dreidimensionale Darstellung des Auges. In dieses Abbild kann der Arzt nach einer Beobachtung sogenannte “spread-out-areas” einzeichnen. Das sind Gebiete, in denen Melanomzellen bereits die Netzhaut infiltriert haben. Zum Abschluss der Bestrahlungsplanung wird ein weiteres Computertomogramm erstellt: Dabei wird ein Fixations-Lichtpunkt so justiert, dass das Auge in der richtigen Position für die Bestrahlung steht. Augenrotationen und Blickabweichungen werden durch optische Überwachung der Iris ausgeschlossen.

Im Bestrahlungsgerät, einem Drehstuhl, fixieren die Augen wiederum einen Lichtpunkt. Die Position der Pupille wird fortlaufend überwacht. Zwei kreuzend eingestellte Röntgengeräte bringen den Tumor anhand der Markierungsclips genau in die Strahlposition. Der Kopf wird während dieser Zeit mit einer Oberkiefer-Bissplatte fixiert. Eine solche Bestrahlungssitzung dauert etwa 60 Sekunden.

Ist der am RPTC verwendete Protonenstrahl nicht zu “energiereich” für Augen oder andere kleine oberflächennahe Tumoren?

Nein, denn der am RPTC verwandte Protonenstrahl kann sowohl in der Energie (entspricht Geschwindigkeit und damit auch Eindringtiefe der Protonen) als auch in der Intensität (Stromstärke oder Anzahl der eingeschossenen Protonen) bis auf null herunterreguliert werden. Dies geschieht mit Bremselementen, die den Strahl auf die gewünschte Energie (Geschwindigkeit bzw. Eindringtiefe) herunterbremsen, einerseits, und mit einer genauen Ansteuerung der Anzahl der beschleunigten Protonen, andererseits. Damit kann die Protonenbeschleunigeranlage am RPTC jeden Tumor zwischen Hautoberfläche und etwa 38 cm Tiefe bestrahlen. Eine genaue Beschreibung des Augen-Therapieplatz finden Sie auch unter "Fixed Beam Therapieplatz".   


Fragen zur Protonentherapie an sich:

Wird die Protonentherapie nur kurativ (heilend) oder auch palliativ (symptomlindernd) angewendet?

Ja, die Protonentherapie kann sowohl kurativ als auch palliativ angewendet werden.

Ist eine endgültige Heilung durch Protonentherapie möglich?

Prinzipiell ist eine endgültige Heilung durch die Protonentherapie möglich. Angestrebt wird sie immer, wenn nicht schon mehrere Metastasen vorliegen. Dies ist jedoch stark abhängig von der jeweiligen Erkrankung und dem jeweiligen Stadium.

Welche Nebenwirkungen hat die Protonentherapie

Generell können Nebenwirkungen, sofern Sie auftreten, im Vergleich zur Röntgentherapie auf 1/5 bis 1/3 reduziert werden. Für die Lebensqualität und das Wohlbefinden der Patienten ist dies von entscheidendem Wert. Z.B. leiden Patienten nach der Röntgentherapie gegebenenfalls an dauerhafter Mundtrockenheit durch die kaum vermeidbare Bestrahlung der Speicheldrüsen. Dies verursacht Beschwerden beim Sprechen sowie bei der täglichen Nahrungsaufnahme. Diese Nebenwirkungen können durch eine Behandlung mit Protonen vermieden werden. Ob und welche Nebenwirkungen auftreten können, hängt stark von der jeweiligen Indikation ab. Ihr Arzt wird Sie im Rahmen der Sprechstunde jedoch ausführlich aufklären.

Gibt es vergleichende Studien zwischen Protonen- und Röntgentherapie mit großen Patientenzahlen?

Aus ethischen Gründen gibt es in der Medizin grundsätzlich keine prospektiven Vergleichsstudien mit mehr als 10.000 Patienten in jeder Gruppe. Überdies sind nach dem heute geltenden Strahlenschutzrecht vergleichende Studien zwischen Protonen und Röntgen wegen der hohen Strahlenbelastung bei den Teilnehmern, die der Röntgentherapie unterzogen werden müssen, nicht mehr zulässig. Empirische Auswertungen liegen jedoch bei nunmehr über 70.000 Patienten weltweit vor. Diese Zahl erhöht sich laufend und liefert immer mehr Erfolgsnachweise.

Welche klinischen Studien zur Protonenbestrahlung sind bereits erfolgt?

Bitte lesen Sie dazu den Abschnitt "Klinische Erfahrungen". Studien können von Ihrem behandelnden Arzt in entsprechenden Fachportalen wie z.B.: www.pubmed.de  eingesehen werden. 

Gibt es bereits Erfahrungen/Statistiken zur Protonentherapie am RPTC?

Eine Liste der am RPTC bereits behandelten Tumoren finden Sie hier.

Mit der Inbetriebnahme im März 2009 liegen derzeit noch nicht genügend auswertbare Daten vor. Krebsstatistiken werden  in  der Regel erst nach 5 Jahren veröffentlicht. Im Ausland erstellte Statistiken liegen jedoch bereits vor.

Welche Erfolgsstatistiken kann das RPTC aufweisen?

Erfolge bei der Behandlung von Tumoren müssen meist langfristig verfolgt werden. Einen ersten Einblick geben Ihnen unsere Fallbeispiele.

Was ist der Vorteil der Protonentherapie gegenüber anderen Bestrahlungsmethoden wie z.B. IMRT, Cyber Knife oder Rapid Arc?

Alle oben genannten Verfahren konfigurieren die Dosis besser als ihre Vorgängerverfahren in der Tumorlokalisation, jedoch basieren sie alle auf der Bestrahlung mit Röntgen. Gesundes Gewebe wird somit nicht entlastet. Die physikalische Problematik der Röntgenbestrahlung – Röntgen ist ein "Durchschussverfahren" – ändert sich nicht.

Ist es mit dem IMRT-Verfahren nicht genauso wie bei der Protonenbestrahlung möglich, eine hohe Dosis in den Tumor zu bringen?

Tatsächlich ist es mit dem IMRT-Verfahren (Intensity Modulated Radio-Therapy mit Röntgen) häufig einfacher als bei der konventionellen Röntgenbestrahlung, die 100 %-Isodose (das ist die Grenze des Bestrahlungsgebietes, welches die volle Tumordosis = 100 % erhält) an das Planungsvolumen anzumodulieren. Das Erreichen der vollen Tumordosis in diesem Gebiet wird allerdings meist mit wesentlich höheren Dosen im gesunden Gewebe und damit mit höheren Nebenwirkungen als bei der Protonentherapie erkauft. Auch das IMRT-Verfahren kann die physikalischen Grenzen der Röntgenbestrahlung nicht ändern, die zu einem um bis zu dreifach schlechteren Verhältnis von Schadens- zu Nutzstrahlung als bei Protonenbestrahlung führen.

Sind Schwerionen (Heavy Ions) besser als Protonen?

Diese Hoffnung hat sich noch keineswegs erfüllt. Bitte lesen Sie hier mehr zum Thema "Protonen versus Schwerionen".

Der Tumor ist häufig von kleineren Absiedlungen von Krebszellen umgeben. Führt der im Vergleich zur Photonentherapie steilere Dosisabfall bei Protonen an der Gesund-/Krank-Grenze vielleicht dazu, dass bösartige Absiedlungen nicht mitbestrahlt werden?

Es ist völlig richtig, dass der makroskopisch, d. h. in Magnetresonanz- oder Computertomografie erkennbare Tumor häufig noch von kleineren Zellabsiedlungen umgeben ist. Das ist genau der Grund, warum man – übrigens in der Röntgen-Strahlentherapie gleichermaßen – immer einen Sicherheitssaum um den Tumor einplant, der diese in der Diagnostik nicht erkennbaren Absiedlungen sowie das unmittelbare Lymphabflussgebiet miterfasst. Dieses Gesamtvolumen, man nennt es das klinische Zielvolumen, wird dann idealerweise mit der vollen Tumordosis bestrahlt. Das Gewebe außerhalb des klinischen Zielvolumens, welches nicht mehr von kleinen Tumorabsiedlungen befallen ist, kann dann von dem für die Protonenbestrahlung typischen steilen Strahlendosisabfall profitieren.

Im Übrigen ist es mit der Protonentherapie im Scanning-Verfahren möglich, in der weiteren Tumorumgebung beinahe jeden Röntgenbestrahlungsplan nachzuahmen. So könnte man beispielsweise um den Tumor herum einen Bereich mit geringeren Dosen protonenbestrahlen, um den bei Photonenbestrahlung üblicherweise verwischten Dosisabfall zu simulieren. Selbst in diesem Fall würde das gesunde Gewebe außerhalb dieses Übergangs-Randgebietes immer noch deutlich weniger Schadensstrahlung erhalten als bei der Photonenbestrahlung. Durch den mit Protonen anwählbaren steileren Dosisabfall kann in der Praxis das Hochdosisgebiet weiter ‚hinaus’ vom Tumor weg gelegt werden, wo immer dies sinnvoll erscheint. Bei Röntgen ist man oft gerade wegen der ‚Verwischung’ gezwungen, näher zum Tumor zurückzugehen!

Über uns

Das RINECKER PROTON THERAPY CENTER

Mit dem RINECKER PROTON THERAPY CENTER in München (RPTC) wurde die erste vollklinische Protonen-Bestrahlungsanlage in Europa verwirklicht. Sie ist auf Initiative des Münchner Chirurgen PD Dr. med. Dr. habil. Hans Rinecker entstanden und wird in den nächsten Jahren um weitere Zentren in anderen Städten und Ländern ergänzt.

Das RINECKER PROTON THERAPY CENTER ist seit März 2009 in Betrieb und auf die Behandlung von jährlich bis zu 4.000 Patienten ausgelegt. Es steht sowohl gesetzlich als auch privat versicherten Patienten zur Verfügung.

Kontakt

RINECKER PROTON THERAPY CENTER
Franz-von-Rinecker Straße (Haupteingang)

Schäftlarnstraße 133 (Postadresse)

81371 München

Postfach:
Postfach 75 08 19
81338 München

Telefon: +49 (0) 800/ 660 68 00
Telefax: +49 (0) 89 66068-100



Email: patient@rptc.de

Eine genaue Lagebeschreibung sowie eine Anfahrtsskizze finden Sie hier.

Copyright © 2017 Pro Health AG

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 81371 München Postfach: Postfach 75 08 19 81338 München Haben Sie Fragen? +49 (0) 89 660680 E-Mail patient@rptc.de Über uns Das RINECKER PROTON THERAPY CENTER Mit dem RINECKER PROTON THERAPY CENTER in München (RPTC) wurde die erste vollklinische Protonen-Bestrahlungsanlage in Europa verwirklicht. Sie ist auf Initiative des Münchner Chirurgen PD Dr. med. Dr. habil. Hans Rinecker entstanden und wird in den nächsten Jahren um weitere Zentren in anderen Städten und Ländern ergänzt. Das RINECKER PROTON THERAPY CENTER ist seit März 2009 in Betrieb und auf die Behandlung von jährlich bis zu 4.000 Patienten ausgelegt. Es steht sowohl gesetzlich als auch privat versicherten Patienten zur Verfügung. Anmelden LOGIN Benutzername Passwort Angemeldet bleiben Häufig gestellte Fragen Fragen zu Anmeldung, Kosten, Voruntersuchungen, Behandlungsdauer, Ablauf und der Therapie: Wie melde ich mich an? Alles Wissenswerte dazu erfahren Sie unter Anmeldung zur Protonentherapie. Kann ich nicht einfach mit meinen Unterlagen für ein Arztgespräch ins RPTC kommen? Unser oberstes Ziel ist es, so vielen Patienten wie möglich zu helfen. Bei Behandlungskapazitäten von 4000 Patienten pro Jahr sind eine optimierte Organisation und die entsprechende Planung dazu, ausgesprochen wichtig. Das Sichten der jeweiligen Patienten-Unterlagen ist meist sehr aufwendig und bedarf seiner Zeit. Viele Fälle werden im Tumorboard gemeinsam besprochen und geprüft. In die Sprechstunde werden ausschließlich Patienten eingeladen, die für eine Protonentherapie voraussichtlich in Frage kommen. Kann ich ihr Anmeldeformular auch im Internet herunterladen? Der persönliche Kontakt zu unseren Patienten ist uns sehr wichtig. Auch sind der Behandlungsablauf und die Reihenfolge der eingehenden Anfragen so von Anfang an dokumentiert. Wir haben uns daher bewusst dagegen entschieden. Wir bitten diesbezüglich um Ihr Verständnis. Wie komme ich an die ärztlichen Befunde, die ich einsenden soll? In der Regel erhalten Sie alle Befunde über Ihren Hausarzt. Dieser kann Befunde auch für Sie anfordern. Die ärztlichen Unterlagen werden nicht ausgehändigt, was soll ich tun? Bitte wenden Sie sich an Ihren Hausarzt. Dieser kann Befunde jederzeit für Sie anfordern. Sollten Sie wider Erwarten nicht erfolgreich sein, wenden Sie sich bitte an unser Patientenmanagement. Unsere Mitarbeiter werden gerne versuchen, Sie zu unterstützen. Brauche ich für eine Protonenbestrahlung im RPTC eine ärztliche Überweisung? Grundsätzlich nein. Bitte stimmen Sie sich diesbezüglich mit dem Patientenmanagement bei der Terminvereinbarung zur ersten Sprechstunde ab. Ist die Protonentherapie Privatpatienten vorbehalten? Nein. Die Protonentherapie steht grundsätzlich sowohl gesetzlich als auch privat versicherten Patienten offen. Übernimmt meine Krankenkasse, die Kosten für eine Protonentherapie? Alle Informationen dazu entnehmen Sie bitte dem Punkt Kostenübernahme. Was muss ich zum Erstgespräch mitbringen? Alle Informationen dazu entnehmen Sie bitte dem Punkt Aufnahmeformalitäten. Wie lange dauert das Erstgespräch und was wird gemacht? Das Erstgespräch dauert in etwa ½ Stunde. Neben der Anamnese und einer körperlichen Untersuchung bespricht der Arzt mit Ihnen die Krankheitssituation und Behandlungsmöglichkeiten. Lässt sich das Arztgespräch schon mit den Voruntersuchungen kombinieren? Sofern die Kosten zu diesem Zeitpunkt bereits gesichert sind und die Frage nach einer Protonenbestrahlung seitens des RPTC grundsätzlich positiv beantwortet werden kann, können oft bereits im Anschluss weitere Voruntersuchungen durchgeführt werden. Muss der Patient persönlich zum Arztgespräch erscheinen? Prinzipiell sollte der Patient persönlich erscheinen. Sollten in Ihrem Fall besonders schwere Bedingungen vorliegen, besprechen Sie dies bitte mit den Mitarbeitern des Patientenmanagements. Wie lange dauert es, bis mit einer Therapie/Bestrahlung begonnen werden kann? Dies ist von vielen verschiedenen Kriterien wie der allgemeinen Patientennachfrage, Eingangsdatum der Anmeldung, Dringlichkeit (Kinder werden z.B. bevorzugt) sowie der Kostensicherung abhängig und kann individuell sehr unterschiedlich sein. In der Regel ca. zwei bis drei Wochen. Wie viel Zeit vergeht zwischen dem ersten Arztgespräch und dem eigentlichen Behandlungsbeginn? Das ist individuell verschieden und hängt vom jeweiligen Kostenträger ab. In der Regel ist mit ca. 1 Woche zu rechnen. Muss ich nüchtern zu den Diagnostik-Terminen erscheinen? Muss ich meine Medikamente absetzen? In der Regel müssen Sie nicht nüchtern sein und auch keine Medikamente absetzen. Bei bestimmten Tumoren wie z.B. im Bereich Gallengänge, des Pankreas oder Blase kann es erforderlich sein oder bei bestimmten Untersuchungen wie z.B. PET-CT mit Kontrastmittel FDG ist es erforderlich, dass Sie nüchtern sind. Bitte fragen Sie bei der Terminvereinbarung im Patientenmanagement nach. Muss ich nüchtern zu den Bestrahlungs-Terminen erscheinen? Nur Narkosepatienten müssen nüchtern zum Bestrahlungstermin erscheinen. Wie lange ist die Behandlungsdauer / Wie viele Bestrahlungssitzungen sind erforderlich? Die Behandlungsdauer, gegeben durch die Zahl der täglichen Bestrahlungssitzungen, ist jeweils individuell und abhängig vom jeweiligen Tumor und der Tumorlokalisation. Nähere Informationen finden Sie im Menü unter Therapieablauf und Bestrahlungssitzung. Muss ich meine Medikamente absetzen? Medikamente müssen in der Regel nicht abgesetzt werden. Fragen zu „Was ist mit der Protonentherapie behandelbar? Ist meine Diagnose behandelbar? Macht es Sinn, sich anzumelden?“ Können mit der Protonentherapie nur ganz bestimmte Krebsarten behandelt werden? Die Protonentherapie kann nicht nur bei speziellen Krebsarten eingesetzt werden, sondern mindestens immer dann, wenn auch eine Röntgentherapie indiziert wäre. Darüber hinaus ist die Protonentherapie auch für Tumoren geeignet, die bislang einer Bestrahlung nicht zugänglich waren, weil sie zu nah an lebenswichtigen gesunden Organen lagen. Wie erfahre ich, ob sich meine Diagnose mit Protonen bestrahlen lässt? Prinzipiell kann jeder Tumor, der mit der konventionellen Strahlentherapie mit Röntgen bestrahlt werden kann, auch mit Protonen bestrahlt werden. Darüber hinaus ist die Protonentherapie auch für Tumoren geeignet, die bislang einer Bestrahlung nicht zugänglich waren, weil sie zu nah an lebenswichtigen gesunden Organen lagen. Näheres finden Sie im Behandlungsspektrum sowie in der Liste der am RPTC bereits behandelten Tumoren. Ob jedoch in Ihrem speziellen Fall eine Indikation zur Bestrahlung mit Protonen vorliegt, kann nur der Strahlentherapeut mit der Fachkunde Protonentherapie an Hand Ihrer bereits vorliegenden Befunde und Bilder entscheiden. Mein behandelnder Arzt / die Klinik rät von einer Protonen-Behandlung ab. Kann ich mich trotzdem beim RPTC bewerben? Ja. Ob eine Indikation zur Protonentherapie vorliegt kann nur der Strahlentherapeut mit der Fachkunde Protonentherapie beurteilen. Nach Möglichkeit sollte Ihr betreuender Arzt auf dem Anmeldebogen im dafür vorgesehenen Bereich jedoch vermerken, ob der Tumor zu Behandlung mit einer strahlentherapeutischen Methode grundsätzlich geeignet scheint. Ich bin bereits mit Photonen (konventioneller Strahlentherapie / Röntgen) behandelt worden. Kann ich trotzdem noch mit der Protonentherapie behandelt werden? Dies ist prinzipiell möglich. Dazu bedarf es aber einer Einzelfallentscheidung durch den Strahlentherapeuten mit der Fachkunde Protonentherapie. Eine solche Entscheidung kann erst nach Sichtung Ihrer Unterlagen erfolgen. Kann man auch Protonenbestrahlung bekommen, wenn der Tumor noch nicht untersucht wurde? Es muss zumindest ein Histologischer Befund (Gewebeuntersuchung) vorliegen. Welche Vorerkrankungen führen zu einem Ausschluss der Protonentherapie? Diese Frage nach den eher seltenen Ausschlusskriterien kann leider nicht pauschal beantwortet werden. Eine Entscheidung ergibt sich oft erst bei der Sichtung Ihrer Unterlagen. Können Prothesen, Stents oder Herzschrittmacher problematisch werden? Ja, diese können teilweise ein Hinderungsgrund sein. Bitte geben Sie dies bei der Anmeldung und bei Terminvereinbarungen unbedingt an. Hier ist der Einzelfall jeweils zu prüfen. Ist die Protonentherapie erfolgreich bei der Behandlung von Metastasen oder gibt es Einschränkungen hinsichtlich Anzahl oder Vorbehandlungen? Es können einzelne Metastasen bestrahlt werden (siehe Behandlungsspektrum). Bei multipler Metastasierung ist eine Behandlung mit der Protonentherapie im Regelfall auszuschließen. Sind bewegliche Organe für eine Hochpräzisionsbestrahlung wie die Protonenbestrahlung geeignet? Organbewegungen sind ein grundsätzliches Problem bei der Bestrahlung, nicht nur bei der Protonentherapie, da sie immer dazu führen, dass man ein größeres Planungsvolumen – d. h. einen größeren Sicherheitssaum um den Tumor – verwenden muss. Das bessere Nutzstrahlungs-/Schadensstrahlungsverhältnis bei Protonen zugunsten des gesunden Gewebes außerhalb dieses Planungsvolumens bleibt natürlich bestehen. Um bewegliche Organe mit hoher Sicherheit in der immer gleichen Lage bestrahlen und somit geringere Sicherheitssäume verwenden zu können, gibt es mehrere mit Erfolg in der Röntgen- und Protonenstrahlentherapie eingesetzte Verfahren: Bei der Prostata ist dies z. B. die Verwendung eines Rektalballons, der die Prostata in eine bestimmte vordefinierte Position bringt, oder die Markierung der Prostata mit Goldkügelchen, die in einer vor jeder Bestrahlung durchgeführten Röntgenpositionskontrolle in der gewünschten Lage einjustiert werden. Bei einem dritten Verfahren wird die relative Lage der Prostata im Körper vor jeder Bestrahlung mithilfe einer stereotaktischen Ultraschalluntersuchung bestimmt. Für die “Fixierung” atemverschieblicher Organe, z. B. Lunge oder Leber, gibt es zwei Möglichkeiten. Die eine ist das sogenannte Atemgating. Hier wird die Atemexkursion (Grad der Lungenblähung) gemessen und der Strahl nur während der richtigen Atemposition freigegeben. Ein zweites Verfahren ist die Bestrahlung bei Apnoe, das hier am RPTC angewendet wird, d. h. es wird der narkotisierte Patient während eines kurzen Atemstopps in genau definierter Position bestrahlt. Kann die Protonentherapie beim Mamma-Carcinom eine Operation ersetzen oder als Nachbestrahlung anstelle der Bestrahlung mit Röntgen eingesetzt werden? Nein, der Tumor soll zunächst chirurgisch entfernt werden. Die bewegliche Brust kann überdies derzeit noch nicht mit der Protonentherapie nachbehandelt werden. Details dazu finden Sie im Behandlungsspektrum. Ist die Protonentherapie auch bei erhöhten PSA-Werten nach erfolgter Prostatektomie anwendbar? Ja, in der Regel ist die Protonentherapie auch nach erfolgter Prostatektomie anwendbar, bei Rezidiven oder Metastasen. Ist die Bestrahlung von Tumoren am Auge möglich? Ja. Bösartige Tumoren am Auge sind bereits seit Jahren eine Domäne der Protonenbestrahlung, denn nur sie kann direkt im Tumor gestoppt werden. Die weiter reichende Röntgenstrahlung würde zu Schäden an den dahinter liegenden Sehnerven und Hirnregionen führen. Am RPTC wird ein technisch fortgeschrittenes Verfahren eingesetzt: Zunächst wird der Tumor per Kernspintomografie lokalisiert. Dazu werden – bei örtlicher Betäubung – im Bereich der Bindehautsäcke drei Miniclips gesetzt, die sich im Kernspingerät abbilden. Auf diese Weise erhält man eine dreidimensionale Darstellung des Auges. In dieses Abbild kann der Arzt nach einer Beobachtung sogenannte “spread-out-areas” einzeichnen. Das sind Gebiete, in denen Melanomzellen bereits die Netzhaut infiltriert haben. Zum Abschluss der Bestrahlungsplanung wird ein weiteres Computertomogramm erstellt: Dabei wird ein Fixations-Lichtpunkt so justiert, dass das Auge in der richtigen Position für die Bestrahlung steht. Augenrotationen und Blickabweichungen werden durch optische Überwachung der Iris ausgeschlossen. Im Bestrahlungsgerät, einem Drehstuhl, fixieren die Augen wiederum einen Lichtpunkt. Die Position der Pupille wird fortlaufend überwacht. Zwei kreuzend eingestellte Röntgengeräte bringen den Tumor anhand der Markierungsclips genau in die Strahlposition. Der Kopf wird während dieser Zeit mit einer Oberkiefer-Bissplatte fixiert. Eine solche Bestrahlungssitzung dauert etwa 60 Sekunden. Ist der am RPTC verwendete Protonenstrahl nicht zu “energiereich” für Augen oder andere kleine oberflächennahe Tumoren? Nein, denn der am RPTC verwandte Protonenstrahl kann sowohl in der Energie (entspricht Geschwindigkeit und damit auch Eindringtiefe der Protonen) als auch in der Intensität (Stromstärke oder Anzahl der eingeschossenen Protonen) bis auf null herunterreguliert werden. Dies geschieht mit Bremselementen, die den Strahl auf die gewünschte Energie (Geschwindigkeit bzw. Eindringtiefe) herunterbremsen, einerseits, und mit einer genauen Ansteuerung der Anzahl der beschleunigten Protonen, andererseits. Damit kann die Protonenbeschleunigeranlage am RPTC jeden Tumor zwischen Hautoberfläche und etwa 38 cm Tiefe bestrahlen. Eine genaue Beschreibung des Augen-Therapieplatz finden Sie auch unter \"Fixed Beam Therapieplatz\". Fragen zur Protonentherapie an sich: Wird die Protonentherapie nur kurativ (heilend) oder auch palliativ (symptomlindernd) angewendet? Ja, die Protonentherapie kann sowohl kurativ als auch palliativ angewendet werden. Ist eine endgültige Heilung durch Protonentherapie möglich? Prinzipiell ist eine endgültige Heilung durch die Protonentherapie möglich. Angestrebt wird sie immer, wenn nicht schon mehrere Metastasen vorliegen. Dies ist jedoch stark abhängig von der jeweiligen Erkrankung und dem jeweiligen Stadium. Welche Nebenwirkungen hat die Protonentherapie Generell können Nebenwirkungen, sofern Sie auftreten, im Vergleich zur Röntgentherapie auf 1/5 bis 1/3 reduziert werden. Für die Lebensqualität und das Wohlbefinden der Patienten ist dies von entscheidendem Wert. Z.B. leiden Patienten nach der Röntgentherapie gegebenenfalls an dauerhafter Mundtrockenheit durch die kaum vermeidbare Bestrahlung der Speicheldrüsen. Dies verursacht Beschwerden beim Sprechen sowie bei der täglichen Nahrungsaufnahme. Diese Nebenwirkungen können durch eine Behandlung mit Protonen vermieden werden. Ob und welche Nebenwirkungen auftreten können, hängt stark von der jeweiligen Indikation ab. Ihr Arzt wird Sie im Rahmen der Sprechstunde jedoch ausführlich aufklären. Gibt es vergleichende Studien zwischen Protonen- und Röntgentherapie mit großen Patientenzahlen? Aus ethischen Gründen gibt es in der Medizin grundsätzlich keine prospektiven Vergleichsstudien mit mehr als 10.000 Patienten in jeder Gruppe. Überdies sind nach dem heute geltenden Strahlenschutzrecht vergleichende Studien zwischen Protonen und Röntgen wegen der hohen Strahlenbelastung bei den Teilnehmern, die der Röntgentherapie unterzogen werden müssen, nicht mehr zulässig. Empirische Auswertungen liegen jedoch bei nunmehr über 70.000 Patienten weltweit vor. Diese Zahl erhöht sich laufend und liefert immer mehr Erfolgsnachweise. Welche klinischen Studien zur Protonenbestrahlung sind bereits erfolgt? Bitte lesen Sie dazu den Abschnitt \"Klinische Erfahrungen\". Studien können von Ihrem behandelnden Arzt in entsprechenden Fachportalen wie z.B.: www.pubmed.de eingesehen werden. Gibt es bereits Erfahrungen/Statistiken zur Protonentherapie am RPTC? Eine Liste der am RPTC bereits behandelten Tumoren finden Sie hier. Mit der Inbetriebnahme im März 2009 liegen derzeit noch nicht genügend auswertbare Daten vor. Krebsstatistiken werden in der Regel erst nach 5 Jahren veröffentlicht. Im Ausland erstellte Statistiken liegen jedoch bereits vor. Welche Erfolgsstatistiken kann das RPTC aufweisen? Erfolge bei der Behandlung von Tumoren müssen meist langfristig verfolgt werden. Einen ersten Einblick geben Ihnen unsere Fallbeispiele. Was ist der Vorteil der Protonentherapie gegenüber anderen Bestrahlungsmethoden wie z.B. IMRT, Cyber Knife oder Rapid Arc? Alle oben genannten Verfahren konfigurieren die Dosis besser als ihre Vorgängerverfahren in der Tumorlokalisation, jedoch basieren sie alle auf der Bestrahlung mit Röntgen. Gesundes Gewebe wird somit nicht entlastet. Die physikalische Problematik der Röntgenbestrahlung – Röntgen ist ein \"Durchschussverfahren\" – ändert sich nicht. Ist es mit dem IMRT-Verfahren nicht genauso wie bei der Protonenbestrahlung möglich, eine hohe Dosis in den Tumor zu bringen? Tatsächlich ist es mit dem IMRT-Verfahren (Intensity Modulated Radio-Therapy mit Röntgen) häufig einfacher als bei der konventionellen Röntgenbestrahlung, die 100 %-Isodose (das ist die Grenze des Bestrahlungsgebietes, welches die volle Tumordosis = 100 % erhält) an das Planungsvolumen anzumodulieren. Das Erreichen der vollen Tumordosis in diesem Gebiet wird allerdings meist mit wesentlich höheren Dosen im gesunden Gewebe und damit mit höheren Nebenwirkungen als bei der Protonentherapie erkauft. Auch das IMRT-Verfahren kann die physikalischen Grenzen der Röntgenbestrahlung nicht ändern, die zu einem um bis zu dreifach schlechteren Verhältnis von Schadens- zu Nutzstrahlung als bei Protonenbestrahlung führen. Sind Schwerionen (Heavy Ions) besser als Protonen? Diese Hoffnung hat sich noch keineswegs erfüllt. Bitte lesen Sie hier mehr zum Thema \"Protonen versus Schwerionen\". Der Tumor ist häufig von kleineren Absiedlungen von Krebszellen umgeben. Führt der im Vergleich zur Photonentherapie steilere Dosisabfall bei Protonen an der Gesund-/Krank-Grenze vielleicht dazu, dass bösartige Absiedlungen nicht mitbestrahlt werden? Es ist völlig richtig, dass der makroskopisch, d. h. in Magnetresonanz- oder Computertomografie erkennbare Tumor häufig noch von kleineren Zellabsiedlungen umgeben ist. Das ist genau der Grund, warum man – übrigens in der Röntgen-Strahlentherapie gleichermaßen – immer einen Sicherheitssaum um den Tumor einplant, der diese in der Diagnostik nicht erkennbaren Absiedlungen sowie das unmittelbare Lymphabflussgebiet miterfasst. Dieses Gesamtvolumen, man nennt es das klinische Zielvolumen, wird dann idealerweise mit der vollen Tumordosis bestrahlt. Das Gewebe außerhalb des klinischen Zielvolumens, welches nicht mehr von kleinen Tumorabsiedlungen befallen ist, kann dann von dem für die Protonenbestrahlung typischen steilen Strahlendosisabfall profitieren. Im Übrigen ist es mit der Protonentherapie im Scanning-Verfahren möglich, in der weiteren Tumorumgebung beinahe jeden Röntgenbestrahlungsplan nachzuahmen. So könnte man beispielsweise um den Tumor herum einen Bereich mit geringeren Dosen protonenbestrahlen, um den bei Photonenbestrahlung üblicherweise verwischten Dosisabfall zu simulieren. Selbst in diesem Fall würde das gesunde Gewebe außerhalb dieses Übergangs-Randgebietes immer noch deutlich weniger Schadensstrahlung erhalten als bei der Photonenbestrahlung. Durch den mit Protonen anwählbaren steileren Dosisabfall kann in der Praxis das Hochdosisgebiet weiter ‚hinaus’ vom Tumor weg gelegt werden, wo immer dies sinnvoll erscheint. Bei Röntgen ist man oft gerade wegen der ‚Verwischung’ gezwungen, näher zum Tumor zurückzugehen! Über uns Das RINECKER PROTON THERAPY CENTER Mit dem RINECKER PROTON THERAPY CENTER in München (RPTC) wurde die erste vollklinische Protonen-Bestrahlungsanlage in Europa verwirklicht. Sie ist auf Initiative des Münchner Chirurgen PD Dr. med. Dr. habil. Hans Rinecker entstanden und wird in den nächsten Jahren um weitere Zentren in anderen Städten und Ländern ergänzt. Das RINECKER PROTON THERAPY CENTER ist seit März 2009 in Betrieb und auf die Behandlung von jährlich bis zu 4.000 Patienten ausgelegt. Es steht sowohl gesetzlich als auch privat versicherten Patienten zur Verfügung. Schnelleinstieg Das Center Protonentherapie Therapieablauf Infobereich Team Presse Service Jobs Videos Impressum Kontakt RINECKER PROTON THERAPY CENTER Franz-von-Rinecker Straße (Haupteingang)
 Schäftlarnstraße 133 (Postadresse)
 81371 München Postfach: Postfach 75 08 19 81338 München Telefon: +49 (0) 800/ 660 68 00 Telefax: +49 (0) 89 66068-100

 Email: patient@rptc.de Eine genaue Lagebeschreibung sowie eine Anfahrtsskizze finden Sie hier. RINECKER Gruppe Zur RINECKER Gruppe gehören: PROHEALTH AG RINECKER PROTON THERAPY CENTER PROHEALTH COMPLETE CARE SERVICE GMBH GÄSTEHAUS AM RPTC Kooperationspartner: Chirurgisches Klinikum München Süd VERAMED-Klinik Copyright © 2017 Pro Health AG developed by AiCOMM Suche Suchbegriffe Protonentherapie', '6b0a60fef7cccac92681ae4663cb0d45')) thrown in system/modules/core/library/Contao/Database/Statement.php on line 295
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