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Behandlungsspektrum

Das Behandlungsspektrum umfasst eine Vielzahl onkologischer Indikationen. Prinzipiell können aufgrund der physikalischen und biologischen Eigenschaften der Protonen alle Tumoren, die bisher mit Röntgenstrahlen therapiert wurden, mit Protonen bestrahlt werden.

Dies sind somit alle Tumoren, die bisher mittels Linearbeschleuniger (mit und ohne intensity modulated radiotherapy – IMRT) oder verwandten Geräten mit Röntgenstrahlen (dazu gehören auch der Rapid Arc und das Cyberknife) therapiert wurden.

  • Kinder:

    Priorität in der Indikationsstellung zur Protonentherapie haben Kinder, da die Häufigkeit von strahlenbedingten Zweittumoren durch dieses Verfahren ganz besonders vermindert werden kann. Strahlenschäden an wachsenden Organen, wie z.B. Wachstumsfugen und anderen Funktionsorganen können vermieden bzw. so weit reduziert werden, dass ihre Funktionen (speziell im Hirn-, Augen-, Ohren- sowie Schädelbasisbereich) erhalten bleiben.
    Mehr Informationen zur Behandlung von Kindern finden Sie hier.

  • Besonders geeignet sind Tumoren, die aufgrund der hohen Nebenwirkungen mit Röntgen kaum behandelbar sind. Dazu gehören z.B:

    • Tumoren im Kopf-/Halsbereich: 

      Diese Patienten leiden nach einer Röntgentherapie an dauerhafter Mundtrockenheit durch die kaum vermeidbare Bestrahlung der Speicheldrüsen. Dies verursacht Beschwerden beim Sprechen, bei der täglichen Nahrungsaufnahme sowie Nachbehandlungskosten. Durch eine Behandlung mit Protonen können diese Nebenwirkungen verringert werden.

    • Hirn- und Schädelbasistumoren: 

      Mit hoch strahlenempfindlichem gesunden Gewebe und Organen in der Umgebung, wie beispielsweise Seh- und Hörnerven, Hirnanhangsdrüse, Hirnstamm und Gehirnnerven

    • Augentumoren: 

      Bösartige Tumoren am Auge sind bereits seit Jahren eine Domäne der Protonenbestrahlung, denn nur die Protonenstrahlen können direkt im Tumor gezielt gestoppt werden. Die weiter reichende Röntgenstrahlung würde zu Schäden an den dahinter liegenden Sehnerven und Hirnregionen führen.

    • Lungen- und Lebertumoren:

      Bei Lungentumoren kann die Mitbestrahlung von gesunden Lungenanteilen und Nachbarorganen sehr gering gehalten werden – wie auch bei Lebertumoren. Darüber hinaus laufen im Protonencenter Loma Linda in den USA Vergleichsstudien, die darauf hindeuten, dass die Protonenbestrahlung auch bei Bronchialkarzinomen (Lungenkrebs) selbst einer Operation überlegen ist.

    • Tumoren im Bauch- und Beckenbereich:

      Auch hier werden durch eine Protonentherapie die Nebenwirkungen im Vergleich zur Röntgentherapie auf 1/5 bis 1/3 reduziert. Für die Lebensqualität und das Wohlbefinden der Patienten ist dies von entscheidendem Wert.

    • Prostatakarzinom: 

      Das am RPTC angewandte Protonen-Scanning konzentriert die Bestrahlungsdosis ideal im Zielgebiet, im Tumor. Bei gleicher Tumordosis wird die Belastung im Gesunden auf 1/3 bis 1/5 der Röntgenmethode gesenkt. Damit ermöglicht das Protonenscanning, im Alleingang die günstige Dosisverteilung einer kombinierten Brachytherapie/ Röntgenbestrahlung zu erzielen. 


      Die Zielsetzung ist klar: höchste wirksame Dosis im Tumor bei niedrigsten Schadensdosen und Nebenwirkungen im Gesunden, Erhalt von Kontinenz und Potenz.

      Operation oder Bestrahlung? – sicher eine schwere Entscheidung für Sie.

      Deswegen haben wir hier detaillierte Informationen für Sie eingestellt.

       

    • Tumoren und Metastasen im Bereich der Wirbelsäule:
      Gerade hier bietet die Technik des Spotscannings am RPTC ungeahnte Möglichkeiten. Denn erst dieses moderne Bestrahlungsverfahren der Protonentherapie, bei dem ein Zielgebiet Punkt für Punkt meanderförmig abgescannt wird, ermöglicht eine scharf umschriebene Dosismodulation innerhalb eines Bestrahlungsvolumens. Mit dieser Technik kann z.B. die Strahlendosis am Rückenmark mitten im Bestrahlungsgebiet entscheidend bei einem Patienten auf das angestrebte niedrigere Dosisniveau reduziert werden, ohne dass Abstriche in der Tumordosis gemacht werden müssen. Das Rückenmark kann so geschont werden.

    • Lokale Rezidive und einzelne Metastasen:
      In ausgewählten Fällen können auch lokale Rezidive und Metastasen aller Lokalisationen im Körper nur durch eine Protonentherapie vollständig oder teilweise beseitigt werden, um überlebenswichtige Organfunktionen zu erhalten. Z.B. als häufigste Möglichkeit metachrone multiple Lebermetastasen (nach Dickdarmkarzinomen), die einer Röntgentherapie wegen der Gefahr der Leberschädigung nicht zugänglich sind.

 

Nicht bestrahlbar sind:

  • Mobile Tumoren wie die des höheren Dickdarms und solche, in denen auch eine großflächige Bestrahlung – zum Beispiel auf das Knochenmark – nicht hilfreich ist. Zu letzteren gehören zahlreiche Leukämien.

  • Vorerst noch die postoperative Bestrahlung der Brust
    Internationale Hoffnung ist es, durch die bessere Zielgenauigkeit und Umgebungsschonung der Protonenbestrahlung Nebenwirkungen und Spätfolgeerscheinungen wie das Auftreten eines Lungenkrebses (Bronchialkarzinom) oder ein häufigeres Auftreten von Herzkranzgefäßverkalkungen und Herzinfarkten bei Bestrahlung der linken Mamma reduzieren zu können. Theoretisch ist das durch die bessere Zielgenauigkeit bei der Bestrahlung mit Protonen möglich. Dazu muß nicht nur die Patientin, sondern auch die zu bestrahlende Brust bei jeder Bestrahlung exakt gleich positioniert sein. Eine derartig präzise Lagerung ist bisher auf Grund der hohen Beweglichkeit von nicht nur der Brust sondern auch der Haut über dem gesamten Brustkorb sehr schwierig. Insbesondere dann, wenn gleichzeitig mit dem ehemaligen Tumorbett Lymphknoten in Richtung der Achselhöhle bestrahlt werden sollen. Wir arbeiten derzeit an einem Lagerungskonzept, das mit Oberflächenprofil-Vergleichen mit Hilfe von Lasern die Lagerung dreidimensional so lange korrigiert, bis sie von Diagnostik bis hin zu den jeweiligen einzelnen Bestrahlungssitzungen hinreichend identisch bleibt, um so auch Brustkrebspatientinnen eine schonende Bestrahlung der Mamma zu ermöglichen.


Eine Liste der am RPTC bereits behandelten Tumore finden Sie hier.


Patienten-Hotline

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8.00 bis 18.00 Uhr

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